Kreisverband
Rhein-Neckar / Heidelberg e.V.
Ortsverein Wiesloch

Eine Fortbildung der etwas anderen Art, fand in Form einer Demonstration des GERT, auch Alterssimulationsanzug genannt, am 08.12.16 beim DRK OV Wiesloch statt.

Dieser Anzug macht dem Träger körperliche Behinderungen und Bewegungseinschränkungen, denen ältere Menschen oft ausgesetzt sind, intensiv bewusst. Versteifte Kniegelenke simulierten mühsames Hinsetzen und Treppensteigen, ein „gelähmter“ rechter Arm erschwerte das Öffnen von Dosen, Aufnehmen der Geldstücke und Umblättern von Seiten eines Telefonbuches mit dem dick behandschuhten linken Arm, eine dunkel eingefärbte Brille schränkte die Sicht ein, Kopfhörer verursachten Schwerhörigkeit und „Schmerzsocken“ ließen die Teilnehmer wie auf glühenden Kohlen laufen.

Die Probanden mussten diverse Aufgaben unter diesen erschwerten Bedingungen ausführen. Jeder Teilnehmer war am Ende dieses mühsamen „Hindernislaufs“ heilfroh, den belastenden Anzug wieder ausziehen zu können. Allen Interessenten wurde durch diese Demonstration deutlich bewusst, dass man älteren Menschen in diesen behindernden Situationen Verständnis und Geduld entgegen bringen sollte.

Fast 100 Fördermitglieder folgten der Einladung des DRK Ortsvereins Wiesloch zur Adventsfeier in die liebevoll weihnachtlich dekorierte Mensa des Ottheinrich-Gymnasiums.

Ortsvereinsvorsitzender Dr. Roland Münz-Berti begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für die große Unterstützung – oft über einen langen Zeitraum. Bürgermeister Ludwig Sauer überbrachte als Vertreter der Stadt die Grüße der Verwaltung und des Gemeinderates. Er bedankte sich in herzlichen Worten bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Hilfsorganisation für ihren enormen Einsatz für die Bürger der Weinstadt. Das Wissen um eine solch starke und zuverlässige Hilfsorganisation gebe ihm die Gewissheit, dass die Stadt auch in schwierigen Situationen gut aufgestellt ist.

Dem Umstand, dass die Seniorinnen und Senioren immer rüstiger werden, wurde auch mit der erfrischenden Musik der Band „Cool Breeze“ Rechnung getragen. Die Musiker Stefan Zirkel, Fabian Michel und Sven Wittmann erfreuten die Gäste mit ihren Gitarren und dreistimmigem Gesang.

Gemeinsam mit dem Ehrenvorsitzenden Gerhard Herrmann wurden zahlreiche Anwesende für langjährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde und einem Weinpräsent bedacht, einige halten dem DRK Wiesloch bereits seit einem halben Jahrhundert die Treue. Hierunter Christa Keller, Ilse Knopf, Elisabeth Köhler, Bernhard Kuhn, Ruth Platz, Frieda Ritzhaupt und Doris Wagner.

Traditioneller Kerzenverkauf des DRK Ortsverein Wiesloch auf den Wieslocher Friedhöfen.

Trotz des Novemberwetters ließen es sich die ehrenamtlichen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler nicht nehmen, am ersten Novermber auf dem Wieslocher Hauptfriedhof Kerzen zu verkaufen.

Die jahrzehntelange Tradition kommt der Arbeit vor Ort zu Gute. Seit vielen Jahren verkaufen die Einsatzkräfte ab dem frühen Morgen Kerzen. Erstmalig war das DRK nur auf dem Hauptfriedhof vertreten, da die Nachfrage in Altwiesloch zunehmend geringer wurde.

Viele Besucher kamen mit den Helferinnen und Helfern ins Gespräch, andere versorgten sie sogar mit Essen und Getränken.

Das Deutsche Rote Kreuz Wiesloch engagiert sich unter anderen im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, dem Rettungs- und Blutspendedienst und der Sozialarbeit und Flüchtlingshilfe.

Am Wochenende trainierten Helfer des DRK Wiesloch gemeinsam mit Kameraden der Wieslocher Feuerwehr.

Wer an diesem Samstag am Wieslocher Feuerwehrhaus vorbei gekommen ist, wird sich vielleicht gewundert haben was denn hier passiert sein könnte. Den ganzen Tag trainierten Helfer des DRK Wiesloch gemeinsam mit den Kameraden der Wieslocher Feuerwehr unterschiedlichste Einsatzszenarien bei denen eine enge Zusammenarbeit zwischen den Rettern der unterschiedlichen Hilfsorganisationen notwendig ist. Diese Einsatzszenarien sahen für die Zuschauer durchaus spektakulär aus.

Am Vormitag ging es um das Thema "Rettung aus Höhe und Tiefe". Immer wieder kommt es vor das Menschen an höher- oder tiefergelegenen Orten erkranken oder verunfallen. Hier kommen dann die Retter des DRK schnell an ihre technischen Grenzen und die Feuerwehr ist gefragt. Im ersten Szenario des Tages galt es einen Patienten mit aktuem Schlaganfall schnell und schonend aus seiner Wohnung zu retten. Ein Transport durch das Treppenhaus war auf Grund der engen Bauweise nicht möglich. Lernziel für das DRK Team war, zu erkennen, das man hier mit den eigenen technischen Möglichkeiten an seine Grenzen stößt und die Feuerwehr zu Hilfe ziehen muss. Lernziel für die Kameraden der Feuerwehr war es, gemeinsam mit dem DRK den Patienten per Drehleiter auf Straßennievau zu bringen.

Am 6.10.16 durften wir in das Alltagsleben eines blinden Menschen eintauchen.

Frau Karin Gschwind aus Leimen, selbst von Geburt an blind, erläuterte uns eindrucksvoll und in humorig fesselnder Weise, wie sie den Alltag meistert.
Sie erläuterte die ihr zur Verfügung stehenden technischen Hilfsmittel wie iPhone, diverse Apps zum E-Mail schreiben und Dokumente lesen, Farberkennungsgerät, Längenmessgerät für Geldscheine, sprechende Installationen in der Küche u.a. Sie veranschaulichte, wie ihre innere Vorstellungswelt durch die überdurchschnittlich geschärften Sinne – auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch – geformt werden.

Als Orientierungshilfe auf der Straße dienen ein weißer Blindenstock und – „Iceman“ – ein überaus freundlicher, anhänglicher 7-jähriger Blindenhund, der aber bei seiner Arbeit (= Führung) hochkonzentriert ist und dabei auch nicht gestört werden darf. Sie berichtete ausführlich über die Ausbildung und die Zusammenarbeit mit den Hunden. Überhaupt stand sie den interessierten Fragen der Teilnehmer unverdrossen Rede und Antwort, z. B. wie ein blinder Mensch träumt, wie er sich korrekt und stilvoll kleidet oder wie er weiß, wann ein Gefäß mit genügend Wasser gefüllt ist – für Sehende alles Selbstverständlichkeiten.

Dass Mitmenschen aus falsch verstandener Hilfsbereitschaft blinde Personen einfach am Ärmel packen, sie irgendwo hinziehen, bzw. angeblich besser wissen, was ihnen gut, bezeichnete Frau Gschwind als absolute Respektlosigkeit! Dabei erklärte sie uns an Hand von Beispielen das korrekte Verhalten einem blinden Menschen gegenüber bei der ersten Kontaktaufnahme oder Führung auf Wegen und Treppen.

Kontakt

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